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DFB-Pokal Runde 1: SpVgg Greuther Fürth – VfL Bochum 1:2

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Pokal-K.o. fürs „Kleeblatt“ im Zweitliga-Duell

Die Saison 2026/27 hat gerade erst begonnen + ist in einem Punkt für die SpVgg Greuther Fürth doch schon wieder beendet:

Vor dem Spiel wurde Daniel Adlung verabschiedet

Beim Kampf um den Pokal des Deutschen Fußball-Bundes kassierte das “Kleeblatt” vor 9286 zahlenden Zuschauer*innen im einzigen Zweitliga-Duell der 1. Hauptrunde gegen den VfL Bochum 1848 nach 0:1-Pausen-Rückstand eine bittere 1:2-Niederlage = im direkten Vergleich Wettbewerbs-übergreifend die sechste in Folge.

Durfte der Punktspiel-Start der Mittelfranken dank des Tores des neuen Kapitäns Felix Klaus gegen Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli in Hamburg zum 1:1-Endstand und damit bei dessen in die Hansestadt gewechseltem Fürther Spielführer-Vorgänger Branimir Hrgota mit dem Punktgewinn immerhin als gelungen betrachtet werden, folgte nun allerdings die zweite Erfolglose Begegnung hintereinander. Nach der 2:4-Niederlage trotz zwei weiterer Treffer des noch 33-jährigen „Kleeblatt“-Stürmers Klaus (22. = per Hand-Elfmeter + 41. = zwei Minuten nach seinem aberkannten Tor auf Vorlage von Srbeny) im „277. Franken-Derby“ gegen den 1. FC Nürnberg am 2. Spieltag der 2. Bundesliga steht mit der jüngsten Niederlage trotz Heimrechts auch das frühzeitige Aus im DFB-Pokal zu Buche.

Vor dem Spiel stellte sich die Startelf des Kleeblatts zu einem Gruppenfoto zusammen

Der Pokal-K.o. gegen Zweitliga-Konkurrent VfL Bochum kostet die Mittelfranken natürlich neben ausbleibender sportlicher Reputation und weiterer Spielpraxis sowie zusätzlicher Erfolgs-Chancen natürlich auch Geld. Allerdings hat der Verein auf entsprechende Anfrage diesbezüglich offiziell erklärt, dass außer dem Antritts-Salär für die 1. Hauptrunde in Höhe von 211 886 Euro keine weiteren Einnahmen einkalkuliert wurden = insofern also klug disponiert wurde. Wobei eine Teilhabe an dem Topf von aktuell insgesamt rund 83 Millionen Euro (= zirka 8 Millionen Euro mehr als in der vorigen Spielzeit) schon interessant gewesen wäre – insbesondere da sich die Prämien der Qualifikation bis zum Halbfinale von Runde zu Runde verdoppeln.

23-Jannik Dehm (FÜ vor 7-Christian Rasmussen

Fataler Versuch einer Spielverlagerung mit bösen Folgen

Daran können die Schützlinge von Heiko Vogel, der gegen die Westdeutschen zum dritten Mal in Folge die gleiche Start-Elf aufs Spielfeld schickte, für den Rest der aktuellen Spielzeit also so wenig partizipieren wie der Verein. Denn der VfL Bochum machte nicht nur die 0:1-Niederlage zum Auftakt der 2. Bundesliga zuhause gegen Hauptstadt-Klub Hertha BSC wett mit dem selben Ergebnis dank des „Goldenen Treffers“ durch Torjäger Philipp Hofmann bei Eintracht Braunschweig, sondern bewies auch im Ronhof seine Qualitäten. Da waren neben mannschaftlicher Geschlossenheit und individueller Klasse vor allem Effizienz ausschlaggebend = jedenfalls mehr als bei den Gastgebern.

32-Maximilian Wittek gegen 10-Ole Pohlmann (FÜ)

Fatal dabei war insbesondere der zwar gut gemeinte, aber völlig schief gegangene Versuch des 25-jährigen Fürther Neuzugangs Ole Pohlmann, das Spielgeschehen nach Paß von Torhüter Florian Pascal Hellstern (der überzeugende, ja noch 18-jährige Torhüter ist vom Drittligisten VfB Stuttgart II ausgeliehen) auf die rechte Angriffsseite zu verlagern: Der gebürtige Mindener leitete damit den 0:1-Rückstand ein.

Torwart 1-Florian Hellstern (FÜ) kann das Tor von 8-Jean-Manuel Mbom (nicht im Bild) zur 2:0-Führung nicht verhindern

Den Fehler des einstigen deutschen Nachwuchs-Nationalspielers der DFB-U15 bis -U18 (25 Berufungen, dabei immerhin 5 Tore) nutzte an alter Wirkungsstätte Ex-„Kleeblättler“ Maximilian Wittek (2017–20 im „Ronhof“ aktiv!) und letztlich der 23-jährige einstige dänische U21-Nationalspieler Christian Rasmussen. Die Bochumer Führung (25. Spielminute) war aus Fürther Sicht allerdings auch mit etwas Pech verbunden, denn die Rettungsaktion von Jannis Heuer, der später (37.) einen Schuß von Taz erfolgreich blockte + so das frühere 0:2 verhinderte, war ebenso nötig wie unglücklich!

32-Maximilian Wittek stoppt 10-Ole Pohlmann (FÜ)

VfL-Torhüter Horn + Wittek verhindern Ausgleich mehrmals

In der Folge erwies sich VfL-Kapitän + -Torhüter Timo Horn als starker Rückhalt, bewahrte seine Mannschaft gegen Felix Klaus (29.) und den Deutsch-Japaner Shinta Appelkamp (41.), der von Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf zu den „Greuthern“ gewechselt war, vor dem Ausgleich. Den auch der ausbleibende Pfiff von Schiedsrichter Lechner bei Witteks Aktion im Strafraum gegen Pohlmann verhinderte (45.).

19-Daniel Patrick Hanslik gegen 13-Paul Will (FÜ)

Nach Wiederbeginn scheiterte Fürths Sacha Jordan Bansé‘ (58., bedrängt von Steinwender) und die Mannschaft von Uwe Rösler war immer um Entlastung bemüht und sorgte für das ernüchternde 0:2 durch Philipp Hofmann (64.); wonach auch ein vermeintliches Handspiel im Gäste-Strafraum ohne Folgen blieb (66.). Danach scheiterte erneut Bansé‘ aus 22 Metern an VfL-Kapitän + Keeper Horn und Wittek blockierte den abgewehrten Ball gleich zweimal bei den Abschlüssen von Klaus + Appelkamp (69.).

27-Gian-Luca Itter (FÜ) gegen 8-Jean-Manuel Mbom

Dal mit Debüt-Einsatz + Premieren-Treffer

Als die keineswegs nachlassenden SpVgg-Bemühungen um einen Treffer belohnt wurden – Itters Eckball von links köpfte der eingewechselte 20-jährige Innenverteidiger Maxim Bora Dal bei seinerm Debüt-Einsatz per Premieren-Tor unhaltbar zum 1:2 ein, keimte nochmal Hoffnung auf bei Fürths Anhängern wie Spielern und Umfeld. Ein vermeintliches Handspiel im Greuther Strafraum (79.) blieb jedoch ebenso ohne Folgen wie auf der anderen Seite ein „Kleeblatt“-Sturz im Bochumer Strafraum (85.).

Nach dem zehnten Fürther Eckball (insgesamt am Ende 11:1 zugunsten der Gastgeber!) landet Lukas Reichs Schuß an einem Bochumer Körper (90.) und in der Nachspielzeit sorgte SpVgg-Spitze Denis Srbeny für Aufregung: Erst wurde sein Kopfball von Cokaj geblockt und ein Handspiel schien dabei strittig (90+6.), dann war bei seinem ersten Schuß Steinwender im Weg und der zweite Versuch nach Umweg des Balles über Olgherto Balliu (dessen Schuß Cokaj blockte) strich vom linken Fünfer-Eck denkbar knapp übers lange Dreieck (90+8. Spielminute) = womit die mehr als siebenminütige Nachspielzeit beendet war.

Text: Klaus Meßenzehl = „Meßi/MZ-Media“
Titel-Foto: 6-Sacha Jordan Bansé (FÜ) und 22-Jannis Heuer (FÜ) gegen 33-Philipp Hofmann
Fotos: ISPFD)
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