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Nürnberg: Erste Covid-19-Impfungen

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OB Marcus König besuchte Seniorenheim und Impfzentrum

Die Impfungen gegen Covid-19 haben in Nürnberg am begonnen.

Bei der ersten Verteilung des Impfstoffs in Bayern hatte Nürnberg zum Auftakt insgesamt 100 Dosen erhalten.

Oberbürgermeister Marcus König informierte sich vor Ort über die ersten Impfungen in einem Seniorenheim und im Impfzentrum in der Halle 3C der NürnbergMesse.

OB Marcus König zeigt ein Impffläschchen

„Ich bin sehr froh, dass es endlich losgeht mit den Impfungen gegen Covid-19. Das ist – neben den Hygieneregeln, die trotz der Impfungen weiter eingehalten werden müssen – die beste Chance, das Virus und die Pandemie möglichst schnell in den Griff zu bekommen. Impfen ist für mich ein Akt der Solidarität. Es schützt andere Menschen. Und hier müssen wir vor allem zuerst diejenigen schützen, die auf Grund ihres hohen Alters und wegen ihres Berufs besonders gefährdet sind“, sagte Oberbürgermeister Marcus König.

Das Impfzentrum in Nürnberg hatte am Samstag, 26. Dezember 2020, 20 Fläschchen mit jeweils fünf Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs aus dem Zentrallager in Erlangen erhalten. 16 Fläschchen erhielten die mobilen Teams. Die Teams verabreichten die Impfdosen in einem Seniorenheim des NürnbergStifts an 80 Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Senioren hatten sich für die freiwillige Impfung gemeldet. OB Marcus König und Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales, besuchten am Vormittag die Einrichtung und informierten sich über die erste Impfung in einer Nürnberger Senioreneinrichtung.

„Bewohnerinnen und Bewohner von Senioren- und Pflegeeinrichtungen sind, wie die letzten Monate zeigen, überproportional von schweren oder tödlichen Verläufen betroffen.

Infektionsausbrüche in Heimen belasten auch die Mitarbeitenden in den Einrichtungen sehr stark, das haben wir auch in Nürnberg leider in vielen Heimen sehen müssen. Es ist deshalb ein ermutigendes Signal, dass die Impfungen beginnen, sodass Schritt für Schritt eine weitestmögliche Immunisierung besonders gefährdeter Personen erreicht werden kann“, sagte Elisabeth Ries.
Vier weitere Fläschchen des Vakzins verblieben im Nürnberger Impfzentrums. Die 20 Impfdosen wurden den ersten Heimärztinnen und Heimärzten verabreicht. Die Mediziner betreuen in den Senioreneinrichtungen Bewohnerinnen und Bewohner und gehören damit ebenfalls zu den besonders gefährdeten Gruppen.

Impfstoff für 2 665 Personen

In der Folgewoche erhält Nürnberg weitere 2 565 Impfdosen. Damit werden zusätzlich 80 Heimärztinnen und Heimärzte geimpft. Die übrigen Impfdosen werden je zur Hälfte auf die drei mobilen Teams für weitere Heime sowie an erste Krankenhäuser verteilt. Dort wird zuerst das Personal geimpft, das auf besonders sensiblen Stationen oder mit besonders gefährdeten Patienten arbeitet.

Insgesamt können in der ersten Woche 2 665 Menschen gegen Covid-19 in Nürnberg geimpft werden. Der Impfstoff wird zweimal gespritzt. Die zweite Impfung erfolgt am 21. Tag nach der ersten.

Ein Fahrzeug von IT Bayern GmbH wird mit Hilfe von Oberbürgermeister Marcus König (rechts) für den Einsatz der mobilen Teams mit einer Box beladen, in der der Impfstoff transportiert wird.

Begleitet wurde Oberbürgermeister Marcus König bei seinem Besuch im Impfzentrum durch Professor Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Nürnberger Klinikums. „Wir haben zur Impfung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unseren Standorten Nord und Süd eigene Impfstationen eingerichtet“, so Jockwig. „Sobald der Impfstoff da ist, impfen wir unser Personal, das auf den Corona-Stationen und in der Notaufnahme arbeitet.“

OB Marcus König und Klinik-Vorstand Professor Dr. Achim Jockwig betonten, dass die Impfung freiwillig ist. Zuerst können sich Personen aus der Gruppe der höchsten Priorisierung impfen lassen. Das sind unter anderem die Menschen, die über 80 Jahre alt sind. In Nürnberg sind das rund 35 000 Personen. Die Betroffenen werden über ihre Einrichtungen informiert, sofern sie in Seniorenheimen leben. Gerade in der Anfangszeit werden zunächst vor allem die Menschen in Pflegeeinrichtungen durch die mobilen Teams geimpft. Es ist aber vorgesehen, die – besonders durch Covid-19 gefährdete Bevölkerungsgruppe der über 80-Jährigen – auch daheim anzuschreiben und über die Impfung zu informieren.

Anmeldung noch nicht möglich

Derzeit ist eine Anmeldung für das Impfzentrum in Nürnberg noch nicht möglich. Voraussichtlich Mitte Januar 2021 steht dann bayernweit ein Anmeldesystem für die Impfzentren zur Verfügung. Das funktioniert dann entweder online oder telefonisch. Weitere Informationen hierzu werden rechtzeitig veröffentlicht.

Die Geschwindigkeit der Impfungen in der Bevölkerung richtet sich nach der Verfügbarkeit des Impfstoffs. Dieser wird durch den Bund beschafft und auf die Länder verteilt. Bei der Festlegung und Priorisierung des Impfzugangs geht es laut bayerischem Gesundheitsministerium nicht um die Wertschätzung bestimmter Bevölkerungs- und Berufsgruppen, sondern um den Schutz jener Gruppen, deren hohe Gefährdung und Verwundbarkeit durch das Coronavirus sich in den vergangenen Monaten gezeigt hat. „Daher ist es auch so wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen“, betonte Oberbürgermeister Marcus König.

„Auch ich werde mich impfen lassen, wenn ich dran bin“, sagte er.

Das Nürnberger Impfzentrum wird durch die Firma Ecolog betrieben. Die mobilen Teams für die Impfungen in den Einrichtungen stellt die Firma IZ Bayern GmbH. Die Kapazität in Nürnberg liegt bei bis zu 2 000 Impfungen pro Tag, die Hälfte davon im Impfzentrum.

Text: Stadt Nürnberg / fra
Titelfoto: Oberbürgermeister Marcus König beobachtet die Impfung von Impfling Dr. Wilhelm Renard.
Fotos: Andreas Franke/Stadt Nürnberg

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