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Sport Allgemein

Nürnberg: Meilenstein für Sport + Kultur

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Baugenehmigung der geplanten “Halle am Tillypark” überreicht – Multifunktions-Gebäude soll bereits zum Jahresende 2020 stehen

“In der aktuellen Lage ist es bemerkenswert, dass dieses für den Sport in Nürnberg so wichtige Projekt so schnell vorankommt!”

Nürnbergs Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich (rechts) hält neben noch Bürgermeister Dr. Klemens Gsell und Ralf Schekira von WBG Kommunal GmbH (links) im Ordner die Baugenehmigungen für den Bau der neuen Sporthalle im Tillypark bereit.

Damit sagte ein überglücklicher Dr. Klemens Gsell allen Beteiligten “DANKE” dafür, wie schnell die notwendigen Vorarbeiten erledigt wurden und somit sein allerletzter offizieller Termin am vorletzten Arbeitstag vor dem Ausscheiden aus seinem Amt so erfreulich ausfallen konnte:

Zusammen mit Daniel F. Ulrich, dem Planungs- und Baureferenten der Stadt Nürnberg, übergab der “Bürgermeister Schule und Sport” die Baugenehmigung für die vom Stadtrat erst am 5. Februar diesen Jahres beschlossene multifunktionale Sporthalle im Südwesten Nürnbergs an die WBG KOMMUNAL GmbH, die bei dieser Gelegenheit Geschäftsführer Ralf Schekira vertrat.

Auf dem Grundstück Am Tillypark 9 laufen zwar bereits seit Wochen vorbereitende Arbeiten (der “ISPFD” berichtete hier auf seiner Website bereits in Bild und Wort darüber), aber jetzt kann es so richtig losgehen. Unter der Projektsteuerung der städtischen Tochter WBG KOMMUNAL GmbH sind Firmen aus Österreich und der Schweiz am Neubau beteiligt – was in einer so besonderen Zeit wie der aktuellen, weltweiten “Corona-Krise” alles andere als unproblematisch erscheint; ungeachtet dessen läuft das Projekt nach Auskunft der Verantwortlichen indes bislang absolut gut an.

Nürnbergs Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich (rechts) hält im Ordner die Baugenehmigungen für den Bau der neuen Sporthalle im Tillypark bereit.

Am vorletzten Tag seiner Amtszeit hält Bürgermeister Dr. Klemens Gsell die Baugenehmigung für die neue Sporthalle im T’illypark bereit.

Die bisherigen Sportanlagen sind längst eingeebnet. Das Rasen-Spielfeld für die Fußballer ist inzwischen ebenso verschwunden und kaum mehr zu erkennen wie die (wenngleich zuletzt doch stark abgenutzte) Laufbahn für Leichtathletik-Training und/oder -Veranstaltungen.

SGV 1883 verzichtete solidarisch + gewinnt!

Ebenfalls einen keineswegs unwesentlichen Beitrag zum schnellen Fortschritt aller notwendigen Maßnahmen im Vorfeld der Planungen für die künftige Multifunktionshalle leistete im Übrigen die SportGemeinschaft Viktoria (SGV) Nürnberg Fürth 1883. Entstanden 1998 aus der Fusion der Nürnberger Klubs ESV West und FSV Gostenhof 1883, wozu 2018 per Verschmelzung der SC Viktoria 1925 stieß, trugen die Verantwortlichen der SGV 83 mit ihrem von den Mitgliedern getragenen Verzicht auf das längerfristig gepachtete Gelände am Tilly-Park zum schnellen Genehmigungsverfahren des Unternehmens Multifunktionshalle für Sport und Kultur im Südwesten der Stadt bei.

Als Ersatz für den Wegfall der Anlage nahe dem Fernmeldeturm soll neben dem Hauptgelände der SGV 83 an der Güterbahn-Linie im “SGN-Sportpark an der Regelsbacher Straße” (= früheres Sportgelände des ESV Nürnberg-West gegenüber der Johann-Pachelbel-Realschule an der Rothenburger Straße) zeitnah eine renovierte Sportstätte weniger als zwei Kilometer entfernt dienen. Im Sankt Leonharder Nachbar-Stadtviertel Sündersbühl sind umfangreiche Modernisierungen vorgesehen an der Bertha-von-Suttner-Straße (auf dem ehemaligen Gelände des SC Viktoria), wo neben der SGV 83 auch der FC Serbia zu Hause ist und tagsüber mehrere Schulen der Gegend die Anlagen für ihren Sport nutzen.

Vom Neubau einer hochmodernen Leichtathletik-Anlage mit 400m-Rundbahn sowie eines Beach-Feldes für Volleyball, Handball und Fußball plus Erweiterung des Kabinentrakts werden dann neben den Vereinsmitgliedern auch die Schülerinnen und Schüler der Carl-von-Ossietzky-Mittelschule sowie anderer schulischer Einrichtungen profitieren. Wozu die Stadt Nürnberg im 1. Bauabschnitt ihren Teil mit entsprechenden Zuschüssen zum Umbau ebenso beiträgt wie der Bezirk Mittelfranken des Bundeslandes Bayern. Über mögliche weitere Zuwendungen seitens des Bayerischen LandesSport-Verbandes (BLSV), der im Auftrag der Bayerischen Staatsregierung als übergeordnete Organisation neben allen anderen Sportverbänden auch für den Bayerischen Fußball-Verband (BFV) generell federführend tätig ist diesbezüglich, kann erst 2022 im Zuge von Anträgen zum 2. Bauabschnitt entschieden werden.

Am vorletzten Tag seiner Amtszeit kann Bürgermeister Dr. Klemens Gsell die Baugenehmigung für die neue Sporthalle im T’illypark an den Geschäftsführer von der WBG KOMMUNAL GmbH, Ralf Schekira, (links) übergeben.

In jedem Fall indes eine “Win-Win-Situation” für Schüler*innen wie für Vereins-Mitglieder!

Kosten: unter 40 Millionen Euro für die neue Multifunktionshalle

Überhaupt scheinen sich in Sachen der geplanten Halle für bis zu 4000 Zuschauer neben gutem Miteinander innerhalb Nürnbergs (etwa zwischen Vertretern der Stadt und der Vereine) Weichenstellungen der Vergangenheit auszuzahlen. ” Erneut bewährt sich das Modell, kommunales Bauen auf mehrere Schultern – Hochbauamt, wbg und ÖPP/ÖÖP-Modelle – zu verteilen”, sieht Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich die Rolle der Stadt-eigenen WBG als unschätzbaren Wert. ” Die terminlichen Herausforderungen sind immens, und doch bekommen wir für zirka 39 Millionen Euro einschließlich aller Steuern, Nebenkosten und Honorare eine dringend benötigte Spielstätte für den Sport zum Festpreis.”

Und da, soweit es die Ausnutzung ermöglicht, auch kulturelle Veranstaltungen möglich sein sollen, wird der Nutzwert sogar noch erweitert. Wobei der Sport allerdings Vorrang genießen wird und dabei insbesondere die Basketballer der NBC Falcons, denen mangels geeigneter Sporthalle vor einem Jahr trotz sportlicher Qualifikation die nötige Lizenz und damit der ebenso ersehnte wie überraschende Aufstieg in die Bundesliga verwehrt worden war . . .

Damit es diesbezüglich keine Wiederholung gibt und Nürnberg kein weiteres Mal auf erstklassigen Sport verzichten muss, soll nun gesorgt werden.

Ralf Schekira hält als Geschäftsführer der WBG KOMMUNAL GmbH die Baugenehmigung für die neue Sporthalle am Tillypark in Händen.

Und für die WBG KOMMUNAL GmbH betont derweil deren Geschäftsführer Ralf Schekira in der offiziellen Medien/Presse-Information den Ehrgeiz des aktuellen Unterfangens: “Dieses Vorhaben war von Beginn an eine Herausforderung für uns, der wir uns aber stellen. Im Sinne der Stadt und des Sports werden wir alles unternehmen, um die Vorgaben einzuhalten!”
Halle für 4000 Besucher mit allen internationalen Vorgaben

Laut der ausgehändigten Unterlagen wird die neue Sporthalle rund 5000 Quadratmeter haben (mit Abmessungen von zirka 91 x 55 Metern) und soll sowohl für Ballsportarten wie Basketball, Handball, Volleyball oder Futsal als auch für andere Sportarten wie Ringen oder Rhythmische Sportgymnastik ausgerüstet werden.

Inwieweit die angegebene Zahl von 4000 Zuschauern bei kultureller Nutzung der Halle noch höher ausfallen könnte, bleibt noch zu klären.

Außerdem werden zwei Funktionsgebäude entstehen mit einer Größe von jeweils gut 500 Quadratmetern (33 x 16 Meter). Diese beherbergen Profi-Umkleiden, (normale) Umkleiden, einen Raum für Presse-Konferenzen, den Catering-Bereich, die Verwaltung, eine Warmup-Halle und andere Einrichtungen. Die Gebäude einschließlich der Außenanlagen haben eine Fläche von insgesamt zirka 25 000 Quadratmetern.

Als “Generalübernehmer” aufgeführt ist die Firma NÜSSLI Deutschland GmbH mit Sitz im fränkischen Roth (daneben gibt es noch deutsche Standorte in Berlin und Köln). Lediglich gut 30 Kilometer südlich von Nürnberg gelegen scheint eine Entfernung, die für eine Schweizer Firma getrost als nah (quasi vor der Haustür gelegen) bezeichnet werden darf – inklusive aller Vorteile, die damit verbunden sein sollten für die Beteiligten.

Anstoßen mit Dr. Gsell auf “eine unfallfreie Baustelle!”

So verwunderte die (trotz “Corona-Krise”) gute Stimmung bei der Übergabe der Baugenehmigung für die multifunktionale Sporthalle im Südwesten Nürnbergs keineswegs. Und als die meisten Journalisten der ohnehin eher kleinen Schar von Medien-Abgesandten das Gelände “Am Tillypark 9” bereits verlassen hatten, wurde dem scheidenden “Bürgermeister Schule und Sport” ein Glas gereicht, das Dr. Klemens Gsell, für den dieser Termin gewissermaßen ebenso Abschied bedeutete wie Aufbruch (als Stadtrat bleibt er ohnehin nah dran), annahm mit den Worten: “Wollen wir anstoßen auf eine unfallfreie Baustelle!”

Text: Klaus Meßenzehl
Fotos: Werner F. Schönberger / ISPFD

Titelfoto: Am letzten Tag seiner Amtszeit zeigt Bürgermeister Dr. Klemens Gsell (links) zusammen mit Ralf Schekira (Geschäftsführer WGB KOMMUNAL GmbH) und Nürnbergs Planungs- und Baureferenten Daniel F. Ulrich die Bautafel für die neue Sporthalle am Tillypark im kleinen Maßstab.

weitere Fotos in unserer Bilddatenbank

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