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Metropolregion Nürnberg: 3. Soroptimisten-Kunstpreis verliehen

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Auszeichnung fördert das künstlerische Potential von Frauen

Die Nürnberger Künstlerin Jasmin Schmidt wurde mit dem „Soroptimist International Kunstpreis der Euro-päischen Metropolregion Nürnberg“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand auf Schloss Sassanfahrt in Hir-schaid statt und wurde vom Soroptimist International (SI) Club Würgau-Fränkische Schweiz ausgerichtet.

Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung fördert Frauen, die in der Bildenden Kunst tätig sind. Zum dritten Mal haben die zehn Clubs der Soroptimist International aus der Metropolregion Nürnberg ihren gemeinsamen Preis an eine Künstlerin aus der Region verliehen. Der Preis würdigt das künstlerische Schaffen von Frauen in der Metropolregion.

Künstlerin Jasmin Schmidt (links) und Past-Präsidentin der SI-Clubs Würgau-Fränkische Schweiz Agnes Riedl (rechts)

In diesem Jahr geht der Soroptimisten Kunstpreis an die Künstlerin Jasmin Schmidt aus Nürnberg, die sich auf Arbeiten mit Papier und Gewebe spez-ialisiert hat. Die Preisträgerin ist 1981 in Regensburg geboren. In den Jah-ren 2002 bis 2005 absolvierte sie den Bachelorstudiengang „Kultur und Ge-sellschaft Afrikas“ an der Uni Bayreuth. Direkt nach dem Studium wanderte sie für vier Jahre ins südafrikanische Kapstadt aus und unterstützte dort die Künstlerinnen Sue Williamson und Penny Siopis als freie Mitarbeiterin. Zu-rück in der Metropolregion studierte sie von 2007 bis 2013 Freie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 10 Jahren stellt Jas-min Schmidt regelmäßig aus, ihre Werke wurden bereits mit mehreren Preisen und Stipendien gewürdigt. Derzeit lebt und arbeitet sie in Flossen-bürg. Ihre Wirkungsstätte ist ein ehemaliges Schwimmbad, das sie zum Atelier umgewandelt hat. Der mit 5.000 Euro dotierte Kunstpreis soll es Jasmin Schmidt ermöglichen, sich über einen gewissen Zeitraum voll auf ihre künstlerische Arbeit zu konzentrieren.

Bildende Kunst von Frauen ist in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unterrepräsentiert und die ausführenden Künstlerinnen haben es schwe-rer, sich auf dem Markt durchzusetzen. Mit ihrem Kunstpreis, der alle zwei Jahre vergeben wird, will die Vereinigung Soroptimist International dem entgegenwirken und aktiv die berufliche Situation von Künstlerinnen fördern.

Soroptimist International – abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung „sorores optimae“ (die besten Schwestern) – ist mit rund 80.000 Mitgliedern in 130 Ländern die weltweit größte Organisation berufstätiger Frauen, die sich für die Bildung von Frauen, Menschenrechte und ehrenamtliches Engagement einsetzt. Das tun die Mitglieder mit Projekten auf internationaler und nationaler Ebene. Regionale Clubs organisieren ihre eigenen Veranstaltungen vor Ort – oder gemeinschaftlich wie jetzt in der Metropolregion Nürnberg.

Jasmin Schmidt wurde Anfang des Jahres in Buttenheim von einer Expertinnen-Jury und den beteiligten SI-Clubs gewählt. Die Jury setzte sich aus den Kunsthistorikerinnen Dr. Pia Dornacher vom Lothar-Fischer Muse-um in Neumarkt, Dr. Barbara Kahle, Vorsitzende des Kunstvereins Bamberg, und Martina Sutter-Kress aus Erlangen zusammen. Die Preisträgerin des Jahres 2017, Kathrin Hausel aus Fürth, gehörte ebenfalls der Jury an.

Folgende Künstlerinnen wurden von den SI-Clubs zur Auszeichnung vorgeschlagen: Stefanie Brehm, Micha-ela Schwarzmann, Jasmin Schmidt, Rosa Brunner, Ursula Kreutz, Susan Liebold und Barbara Engelhardt.

Das Procedere der Prämierung und der Preisverleihung fördert auch die Zusammenarbeit der zehn Si-Clubs in der Metropolregion Nürnberg. Der Gedanke der Vernetzung war es, der im Januar 2013 sieben Soroptimist International-Clubs aus der Metropolregion Nürnberg an einen Tisch brachte. Die Clubs wollten ihr Engage-ment für die Rechte von Frauen besser bekannt machen und dafür ein gemeinsames Projekt entwickeln. Konsens bei allen Beteiligten fand der Kunstpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird.

Die Soroptimist International-Clubs finanzieren das Preisgeld, das vorher mit Projekten erwirtschaftet wer-den muss, aus eigener Tasche. Außer den Gründerinnen aus Nürnberg, Erlangen, Forchheim, Bamberg (zwei), Würgau-Fränkische Schweiz und Amberg-Sulzbach sind seit zwei Jahren auch SI-lerinnen aus Fürth und Co-burg dabei. 2018 kam der Club Hof hinzu. Deshalb konnte das Preisgeld von 4.000 auf 5.000 Euro erhöht werden.

Die Clubs wechseln sich mit der Organisation und der Preisverleihung ab. Die erste Veranstaltung wurde   vom Club Nürnberg ausgerichtet, die zweite vom Club Forchheim-Kaiserpfalz, die nun dritte Auflage vom   Club Würgau-Fränkische Schweiz, der dieses Jahr 10-jähriges Bestehen feiert.

Text: Metropolregion Nürnberg
Fotos: Robert Schäfer
Titelfoto: Die anwesenden Mitglieder des gastgebenden SI-Clubs Würgau-Fränkische Schweiz mit der Kunst-preisträgern Jasmin Schmidt (7. von links), Laudatorin Dr. Harriet Zilch (3. von rechts) und den Jurorinnen Dr. Barbara Kahle (4. von rechts) und Dr. Pia Dornacher (ganz rechts).

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