Sonstiges

Stadtteilpatenschaften ein Erfolg für Nürnberg

Spender- und Stifterverbund Stadtteilpaten trafen sich routinemässig

Die Idee der Stadtteilpatenschaften ist einfach:

Ein Unternehmen, eine Stiftung oder ein Service Club übernimmt die Rolle des Paten für einen (strukturschwachen) Nürnberger Stadtteil.

 

In enger Zusammenarbeit mit der Kommune engagiert er sich in besonderem Maße für die Bedingungen des Aufwachsens von Kindern und jungen Menschen im Stadtteil.

Alicandra Dörfel und Ingrid Hofmann von I.K. Hofmann Personal stehen für den Stadtteil Langwasser

 

 

 

Die Stadt Nürnberg verfügt über gute Strukturen für eine stadtteilorientierte Zusammenarbeit, wodurch das Format der Stadtteilpatenschaft bei sechs Partnern auf positive Resonanz stoßen konnte:

Mehrjähriges Engagement für einen Stadtteil – eine all-einige Patenschaft pro Stadtteil – eine kooperative, kon-sensorientierte Zusammenarbeit – eine jährliche finanzielle Beteiligung an Stadtteilprojekten in Höhe von mindestens 20.000-25.000 Euro – das zusätzliche ideelle Enga-gement für den Stadtteil.

Mittlerweile sind alle sechs Stadtteile, für die die Stadt Nürnberg einen ,,besonderen Entwicklungsbedarf” festgestellt hat und wo Stadtteilkoordinationen eingerichtet sind bzw. waren, mit einer Patenschaft bedacht. In Nürnberg sind damit dauerhafte und finanziell anspruchsvolle Stadtteilpatenschaften mit exklusivem Förder-charakter entstanden, die neben Sach-, Geld- und Dienstleistungen auch viel persönlichen Einsatz umfassen.

Klaus Bode vom Rotary Club Nürnberg-Fürth steht für die Stadtteile Eberhardshof/Muggenhof

Entwicklung der Stadtteilpatenschaften

Neun Jahre Stadtteilpatenschaften sind zwar kein Jubi-läum, aber doch ein Anlass, um Rück und Ausblick zu leisten.

lm Rahmen der Gewinnung von Unternehmen und Stif-tungen wurden in den Jahren 2010 bis 2012 für drei strukturschwache Stadtteile die ersten Stadtteilpaten gewonnen. Diese fungieren als Ansprechpartner für die Belange des Stadtteils, (Mit-) Konzeptentwickler für den Stadtteil, Multiplikator gegenüber Medien und Öffent-lichkeit, aktiver Partner bei einzelnen Projekten sowie als finanzieller Förderer von Programmen für den Stadt-teil/Projekten und Mikroprojekten.

Von 2012 bis 2014 konnten drei weitere Stadtteilpaten – auch unterstützt von dem ExWoSt-(Bundes-) Projekt ,,Unternehmen und Stiftungen in der sozialen Quartiersentwicklung – gewonnen werden.

Dietrich Tergau vom Rotary Club Nürnberg-Kaiserburg steht für die Stadtteile Galgenhof/Steinbühl

Nachdem im Herbst 2014 alle sechs als besonders struk-turschwach identifizierte Stadtteile mit Stadtteilpaten versehen sind, ist eine weitere Ausdehnung aufgrund der begrenzten Anzahl an Stadtteilkoordinator / -innen nicht möglich. Die Gemeinschaft der Stadtteilpaten wurde als ,,Spender- und Stifterverbund StadtteiIpatenschaft” kon-stituiert

Ausgehend von der ersten Patenschaft, die der Unter-nehmer und Stifter Alexander Brochier und die Stadt Nürnberg gemeinsam entwickelten (für Gostenhof, 2010), wurden das Siemens Regionalreferat (Gibitzenhof ,2O12) und das Unternehmen Schwan-STABILO Cosmetics (St. Leonhard-Schweinau, 2O12) auf der Basis von Direktgesprächen und vorhandenen Kontakten gewonnen. lm Januar 2013 erhielt das Modell Stadtteilpaten-schaft den „Preis soziale Stadt 2012″ (www.preis-soziale-stadt.de), was ebenso wie z.B. die Berichterstattung in der Süddeutschen Zeitung vom 27.2.2013 einen neuen Schub für das Modell bedeutete.

Dr. Joerg Karas von Schwan Stabilo Cosmetics steht fuer die Stadtteile St. Leonhard/Schweinau
Foto: ISPFD

 

 

lm Jahr 2014 kamen so die Stadtteilpatenschaften von Hofmann Personal GmbH (Langwasser), Rotary Club Nürn-berg-Fürth (Eberhardshof-Muggenhof) und Rotary Club Nürnberg-Kaiserburg (Galgenhof-Steinbühl) dazu.

Aus Sicht der Stadt Nürnberg und des Referats für Jugend, Familie und Soziales seit langem: Eine Erfolgsgeschichte, ein sehr wichtiger Faktor in der Entwicklung von strukturschwa-chen Stadtteilen und eine Ermutigung für die engagierten Akteure vor Ort!

Kontakt beim Referat für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg:

Heike Wolff (Regiestelle Sozialraumentwicklung 0911-2317373) und Dr. Uli Glaser (Stabsstelle Bürgerschaft-liches Engagement und „Corporate Citizenship“ 0911-2313326)

Text: Stadt Nürnberg (ISPFD)
Fotos: ISPFD
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