Sonstige

Nürnberg: 24. Filmfestival Türkei Deutschland

Das 24. Filmfestival Türkei Deutschland präsentiert vom 9. bis 17. März 2019 mitreißende und spannende Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme mit zahlreichen Filmgesprächen.

Für neun Festivaltage werden die Kinokulturen der Türkei und Deutschlands wieder im Nürnberger KunstKulturQuartier miteinander in lebendigen Dialog treten.

Von links: Der Festivaldirektor Adil Kaya, Programmleiterin Sinem Ilterli und der Direktor des KunstKulturQuartiers Michael Bader stellen im Filmhaus Nürnberg das Programm des 24. Filmfestivals Türkei Deutschland vor.
Der Technikraum mit einem digitalen und zwei analogen Filmvorführgeraet im Filmhaus Nürnberg

Insgesamt laufen 38 Filme aus der Türkei und Deutsch-land im Programm des wichtigsten interkulturellen Film-festivals Deutschlands. 13 Filme sind Nürnberger Prem-ieren und 10 Filme laufen als Deutschlandpremiere. Fünfzig akkreditierte Künstler/innen und Fachleute des türkischen und deutschen Kinos werden das Festival besuchen und an zahlreichen Diskussionen und Filmgesprächen teilneh-men.

Von links: Der Festivaldirektor Adil Kaya, Programmleiterin Sinem Ilterli und der Direktor des KunstKulturQuartiers Michael Bader stellen das Programm des 24. Filmfestivals Türkei Deutschland vor.

Das Herzstück des Programms bilden die Wettbewerbe mit insgesamt 22 Spiel- und Kurzfilmen, die ein breites Spektrum an unterschiedlichen sozialkritischen, politischen und gesellschaftlichen Themen abdecken. Zwei hochkarätig besetzte Jurys prämieren die Gewinner.

Jurypräsident des Spielfilmwettbewerbs ist der türkische Star-Schauspieler und Ehrenpreisträger des 21. Filmfestivals Türkei Deutschland, Kadir Inanir. Den Juryvorsitz des Kurz-filmwettbewerbs in diesem Jahr übernimmt die in Berlin le-bende Regisseurin Constanze Knoche, die mit ihren Filmen Die Familie (2018) und Die Besucher (2013) beim Filmfesti-val Türkei Deutschland bereits vertreten war. Viele der aus-gewählten Filme spielen vor einem politischen Hintergrund und behandeln die Konflikte im Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft. Über die Wettbewerbe hinaus werden in der Sektion ,,Filmlandschaften” 13 aktuelle Produktionen vorgestellt, die stell-vertretend das Filmschaffen im Jahr 2018 in den beiden Ländern repräsentieren.

Die Festivalorte sind im Künstlerhaus / Filmkino, CINECITTA, Heilig-Geist-Saal und in der Tafelhalle

Auf der neu gestalteten und für Smartphones optimierten Festival-Homepage auf www.fftd.net finden Besucherinnen und Besucher alle detaillierten lnformationen zum Pro-gramm, Filmen und den Künstler/innen.

Am Rande bemerkt:

Festivaldirektor Adil Kaya machte während der Pro-grammvorstellung darauf aufmerksam, dass das Nürnber-ger Filmfestival Türkei Deutschland einmalig in Deutsch-land, vermutlich sogar europaweit ist und dass es auch im wirtschaftlichen Bereich keinen Austausch mehr mit der Türkei seit den politischen Veränderungen gibt. So fehlt seit drei Jahren die finanzielle Unterstützung durch die Türkei und wurde im letzten Jahr sogar offiziell abgesagt und riss damit ein Loch von rund € 60.000,00 in das Gesamt-budget von € 360.000,00. Obwohl die Stadt Nürnberg spontan ihren Beitrag um € 30.000,00 aufstockte fehlt bis heute die mögliche Zusage von der Bayerischen Staatsregierung in gleicher Höhe.

Wegen der politischen Veränderungen in der Türkei seien auch Filme wie die der Ehrenpreisträger Margarethe von Trotta, Ediz Hun und Filiz Akin aus dem politischen Frühling in der Türkei vor rund 40 Jahren seien heute nicht mehr möglich, so Adil Kaya.

Text: Stadt Nürnberg / ISPFD
Fotos: ISPFD
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