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Sonstiges

Spielzeugfisch von 1521

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lm Frühjahr 2017 ist bei Sanierungsarbeiten im Bürgerhaus der Unternehmerfamilie Klotz in Naumburg ein hölzerner Spielzeugfisch aus dem 16. Jahrhundert entdeckt worden.

Der Spielzeugfisch von 1521 (oben auf blauer Schachtel) mit Erläuterungen und dem typischen Handwerkszeug. Foto: ISPFD

Die Familie spendete den einzigartigen Fund nun dem Spielzeugmuseum Nürnberg – möglicherweise stammt der Fisch sogar aus der Spielzeugstadt.

Der sensationelle Fund dieses hölzernen Kinderspielzeugs ist in dieser Form und mit dieser frühen Alterszuschreibung in Deutschland bisher einmalig.

Bei dem Spielzeugfisch kann es sich um eine regionale Arbeit, aber auch um einen lmport handeln. Die Stadt Naumburg liegt an einem historisch wichtigen Handelsweg und war überregionaler Messestandort. Der Fundort, das Klotz’sche Bürgerhaus, befindet sich mitten im Stadtzentrum an der wichtigsten Straße zum Markt.

Der Fisch wurde in einer Lehmschicht zwischen der Brandmauer und der Balkenlage einer Renaissance-Bohlenstube entdeckt.

Dr. Urs Latus (Restaurator und wissenschaftlicher Mitarbeiter) präsentiert den Spielzeugfisch von 1521. Foto: ISPFD

Die Bohlenstube wurde vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Halle auf das Jahr 1521 datiert und gilt als älteste Stube dieser Art in Naumburg.

Der Spielzeugfisch ist 9.5 cm lang und hat einen Durchmesser von 3,5 cm. Er ist aus Lindenholz gedrechselt, mit einem geschnitzten Schwanz versehen und bemalt. Er enthält Reste von eingedübelten Holzzäpfchen, die Flossen darstellten. Auf einem Kreidegrund ist noch eine rote Farbfassung vorhanden. Am vorderen Körperteil befinden sich parallel laufende schwarze und weiße Streifen.

Der einzigartige Spielzeugfisch wurde nun von Hans Rüdiger und Maximilian Klotz dem Spielzeugmuseum in Nürnberg übergeben.

Wie geht es mit dem Spielzeugfisch weiter?

Dr. Urs Latus (rechts – Restaurator und wissenschaftlicher Mitarbeiter) präsentiert mit Frau Dr. Karin Falkenberg (links – Leiterin des Spielzeugmuseums) und der Unternehmerfamilie Maximilian, Hans Ruediger und Ulrike Klotz (zweite von rechts), sowie Wieland Führ (hinten) den Spielzeugfisch von 1521
Foto: ISPFD

ln den kommenden Wochen und Monaten folgen weitere Forschungen. ln der nächsten Ausstellung wird das bemerkenswerte Stück dann dem Publikum gezeigt.

Text: Stadt Nürnberg
Fotos: ISPFD

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