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Eishockey

DEL Play-Off Halbfinalspiel 4, TS Ice Tigers Nürnberg – Eisbären Berlin 4:1

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Nach der bitteren Overtime-Niederlage in Spiel 3 wollten die THOMAS SABO Ice Tigers vor ausverkauftem Haus den erneuten Serienausgleich gegen die Eisbären Berlin schaffen. Rob Wilson veränderte das Team dazu auf einer Position: Marius Möchel rückte für Marco Pfleger ins Team.

Dane Fox (N) klatscht ab. Foto: ISPFD

Die ersten beiden Schüsse der Partie hatten die Eisbären, Niklas Treutle parierte aber die Versuche von Sean Backman aus der Drehung (1.) und Kai Wissmann aus der neutralen Zone (2.). Kurz darauf hatten die Ice Tigers die erste gute Möglichkeit zur Führung, Yasin Ehliz’ Direktabnahme von der blauen Linie nach einem Bullygewinn von Steven Reinprecht war aber sichere Beute für Petri Vehanen im Berliner Tor (4.). In der 7. Minute überschlugen sich dann die Ereignisse: Nick Petersen kam nach einem Fehlpass von Phil Dupuis hinter dem eigenen Drittel völlig frei vor Treutle zum Abschluss, scheiterte aber mit seinem Schuss aufs kurze Eck. Brandon Segal leitete den direkten Gegenzug mit einem weiten Pass auf Phil Dupuis ein. Dupuis spielte vor dem Berliner Tor quer, wo der mitgelaufene Dane Fox lauerte und flach zum wichtigen 1:0-Führungstreffer für die Ice Tigers einschob.

Leonhard Pfoederl vor Goalie 31-Petri Vahanen. Foto: ISPFD

Die Ice Tigers brannten nun ein wahres Offensivfeuerwerk ab, verpassten es aber, aus ihrer Überlegenheit mehr Tore zu machen. David Steckel schoss aus dem Handgelenk knapp am kurzen Pfosten vorbei (8.), Patrick Buzas’ Schlagschuss von der linken Seite parierte Vehanen gerade noch mit der Schulter (10.).

Die Ice Tigers machten weiter Druck und erzwangen damit ihre Torchancen. Leo Pföderl tauchte nach einem Stockfehler in der Berliner Hintermannschaft völlig frei vor Vehanen auf, aber auch er brachte den Puck nicht am starken Berliner Torhüter vorbei (15.). Kurz darauf setzte sich Marcus Weber über die linke Seite wunderbar durch und spielte vor dem Tor quer zu Steven Reinprecht, der den Puck aber knapp am langen Pfosten vorbeilenkte. Spätestens diese Möglichkeit hätte das zweite Nürnberger Tor bedeuten müssen, so blieb es nach 20 Minuten aber bei der knappen Führung.

Torschuetze Louis-Marc Aubry jubelt. Foto: ISPFD

Auch die erste Möglichkeit im zweiten Drittel gehörte den Ice Tigers. John Mitchell lauerte nach einem schlechten Wechsel der Eisbären an der blauen Linie, bekam den Pass in den Lauf und scheiterte frei vor Vehanen an dessen Stockhand (23.). Erst langsam kamen die Eisbären besser ins Spiel und zu Möglichkeiten. Jonas Müllers Einzelleistung wurde von Niklas Treutle gestoppt (26.), James Sheppards Versuch vom rechten Bullypunkt wurde von Oliver Mebus geblockt (29.). Gefährlich wurde es vor dem Nürnberger Tor in der 33. Minute, als die Scheibe aus einem Zweikampf hinter dem Nürnberger Tor in den Slot kam, André Rankel am schnellsten reagierte und flach schoss, aber am gut reagierenden Niklas Treutle scheiterte. Die Ice Tigers standen hinten ansonsten sicher und setzten immer wieder auf ihr schnelles Umschaltspiel.

Leonhard Pföderl macht sein Tor zur Führung. Foto: ISPFD

Leo Pföderl setzte sich in der 35. Minute durch die neutrale Zone durch und schoss nur knapp übers Tor, so dass es auch nach 40 MInuten bei der knappen 1:0-Führung blieb.

Im letzten Drittel waren nur 60 Sekunden gespielt, da glichen die Eisbären die Partie etwas glücklich aus. Brandon Segal blockte einen Schuss von der blauen Linie, der Puck prallte aber genau auf die Kelle von Louis-Marc Aubry, der direkt abzog und Treutle keine Abwehrchance ließ. Kurz darauf mussten die Ice Tigers noch eine Unterzahlsituation überstehen, schafften das aber auf überzeugende Art und Weise. Auf der anderen Seite musste Jens Baxmann in der 44. Minute auf die Strafbank. Genau als die Strafe abgelaufen war, jubelten die Nürnberger Fans. David Steckel gewann ein Bully im Angriffsdrittel, zog zum Tor und fälschte einen Schuss von Tom Gilbert von der blauen Linie gefährlich ab, so dass Vehanen abprallen lassen musste. Marius Möchel reagierte am schnellsten und erzielte das wichtige 2:1 per Nachschuss.

Nuernberg jubelt nach dem Sieg. Foto: ISPFD

Kurz darauf tauchte Nick Petersen völlig frei vor Treutle auf, Treutle reagierte aber glänzend und verhinderte den Ausgleich (47.). In der 50. Minute traf Leo Pföderl ansatzlos aus dem Handgelenk die Unterkante der Latte, machte es aber in der 52. Minute besser. Am Ende eines überragenden Spielzugs über John Mitchell und David Steckel kam Leo Pföderl am langen Pfosten an die Scheibe und erzielte das vorentscheidende 3:1 (52.). Doch damit nicht genug: In Überzahl zwang Oliver Mebus Petri Vehanen mit einem klugen Handgelenkschuss zum Abpraller, den John Mitchell eiskalt zum 4:1-Endstand verwertete (56.).

Durch den Sieg gleichen die Ice Tigers die Serie zum 2:2 aus. Spiel 6 steigt am Sonntag um 15 Uhr.

Text: NIT
Fotos: ISPFD

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